Wir helfen seit: 1994
Mitarbeiter*innen: 308
Bevölkerung: 54,9 Mio.
Erreichte Menschen 2025: 222.293
Unterernährungsrate: 5,4 %
Seit dem Militärputsch im Februar 2021 hat sich die humanitäre Lage in Myanmar dramatisch verschärft. Bewaffnete Konflikte, massive Vertreibungen und die wirtschaftliche Abwärtsspirale haben die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen zerstört. Zusätzlich ist die Bevölkerung wiederholten Naturkatastrophen ausgesetzt. Im März 2025 erschütterte ein schlimmes Erdbeben der Stärke 7,7 das Land, über 9 Millionen Menschen waren betroffen.
Wie ist die Situation in Myanmar?
Politische Unsicherheit gehört für viele Menschen in Myanmar zum Alltag. Seit 2012 stand die demokratisch gewählte Regierung unter der Leitung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. 2021 wurde diese jedoch nach jahrelangem Ringen mit dem Militär durch einen Putsch gestürzt. Seitdem wird das Land vom Militär regiert.
Die vielen Jahre des politischen Tumults haben Spuren hinterlassen. Myanmar ist immer noch eines der ärmsten Länder Asiens. Die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Es herrscht eine der niedrigsten Alphabetisierungsquoten der Welt.
Das Land erlebt eine massive Ernährungskrise. Der Hunger hat im letzten Jahr stärker als in fast jedem anderen Land zugenommen. Die Zahl der an akutem Hunger leidenden Menschen stieg im Jahr 2025 um über 2 Millionen gegenüber de Vorjahr auf 16,7 Millionen betroffene Menschen.
Was sind die zentralen humanitären Herausforderungen in Myanmar?
Die humanitäre Lage ist äußerst angespannt: Naturkatastrophen führen regelmäßig zu Überschwemmungen. Es herrscht Nahrungsmittelunsicherheit. Rund sechs Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind akut mangelernährt und brauchen dringend Hilfe. Etwa 43 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter Eisenmangel, bei Schwangeren sind es sogar fast 48 Prozent. Zudem ist das Gesundheitssystem schlecht ausgestattet.
Bewaffnete Konflikte und Auseinandersetzungen zwischen den Militärs, den Gemeinden und den Geflüchteten im Land erschweren den Alltag zusätzlich. 3,5 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes vertrieben. Etwa 40 Prozent der Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Wie hilft Aktion gegen den Hunger in Myanmar?
Aktion gegen den Hunger ist seit 1994 in Myanmar im Einsatz. Unsere Hilfe für die Menschen im Land setzt sich aus unterschiedlichen Bausteinen zusammen:
- Wir behandeln akute Mangelernährung bei Säuglingen, Kindern unter 5 Jahren sowie schwangeren und stillenden Frauen. Dazu setzen wir auf ein breites Spektrum an Maßnahmen aus Prävention, Erkennung und Behandlung von Mangelernährung und bekämpfen grundsätzlich auch die Ursachen.
- Wir versorgen Menschen mit sauberem Wasser und richten sanitäre Anlagen ein.
- Wir unterstützen die Küstengemeinden darin, sich besser auf künftige Naturkatastrophen und deren zerstörerische Folgen vorzubereiten.
Neben Spenden finanziert sich unsere Arbeit auch durch Förderungen und Zuwendungen institutioneller Geber*innen. Der folgende Absatz informiert Sie über Projekte, die direkt durch diese Art der Unterstützung realisiert werden können. Hier informieren wir über die Herkunft all unserer Mittel.